The Assassin's Blade by Sarah J. Maas

27.09.2026

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The Assassin and the Pirate Lord (4★)

"We have a choice. Maybe not when we were children – when it was Arobynn or death – but now… Now you and I have a choice in the things we do." – Celaena Sardothien

The Assassin and the Pirate Lord war ein spannender Einstieg in Celaenas Vergangenheit und hat mir direkt Lust auf den Rest von The Assassin's Blade gemacht. Die Geschichte ließ sich sehr schnell lesen und hat mir einen guten ersten Eindruck von der Welt und einigen wichtigen Figuren vermittelt. Es wird immer heiß diskutiert ob man die Novellen zu Beginn der Reise des SJM Universe lesen sollte oder nicht.

Mit Celaena hatte ich allerdings noch so meine Schwierigkeiten. Sie ist für mich bisher ziemlich schwer einzuschätzen. Einerseits bewundere ich ihr Selbstbewusstsein und ihre Entschlossenheit, andererseits handelt sie oft sehr impulsiv und wirkt auf mich manchmal widersprüchlich. Ich bin gespannt, ob ich im Laufe der Reihe noch einen besseren Zugang zu ihr finde.

Arobynn hinterlässt bei mir von Anfang an ein ungutes Gefühl. Obwohl er in dieser Novelle gar nicht so präsent ist, strahlt er etwas aus, das mich sofort misstrauisch gemacht hat. Ich kann noch nicht genau sagen, woran es liegt, aber ich traue ihm überhaupt nicht. Ich habe das Gefühl, dass hinter seiner Fassade deutlich mehr steckt, als bisher gezeigt wurde.

Sam hingegen hat sich viel schneller einen Platz in meinem Herzen erkämpft, als ich erwartet hätte. Seine Dynamik mit Celaena hat mir wirklich gut gefallen und ich mochte ihre gemeinsamen Szenen sehr. Vielleicht sogar etwas zu sehr, denn inzwischen habe ich ehrlich gesagt Angst um ihn. Hoffentlich täuscht mich mein Bauchgefühl.

Captain Rolfe fand ich anfangs ziemlich arrogant und von sich selbst überzeugt. Mit der Zeit hatte ich aber den Eindruck, dass er nicht nur schwarz oder weiß zu betrachten ist. Auch wenn seine Entscheidungen keineswegs richtig sind, hatte ich das Gefühl, dass der Sklavenhandel für ihn eher ein letzter Ausweg als eine Überzeugung war. Das macht ihn für mich zu einer interessanteren Figur, als ich zunächst gedacht hatte.

Insgesamt hat mir die Novelle wirklich gut gefallen. Sie war spannend, emotional und hat mich neugierig auf die kommenden Geschichten gemacht. Einen Stern ziehe ich nur ab, weil ich mich mit Celaena noch nicht vollständig verbunden gefühlt habe. Ich bin aber sehr gespannt darauf, wie sie sich im weiteren Verlauf entwickelt und freue mich darauf, mehr über sie und die anderen Figuren zu erfahren.

The Assassin and the Healer (3.5★)

"People – men – usually don't hunt for the women who look like they'll put up a fight. They'll pick you because you look off-guard or vulnerable or like you'd by sympathetic. They'll usually try to move you to another location where they won't need to worry about being interrupted." – Celaena Sardothien

The Assassin and the Healer hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn es mich nicht ganz so überzeugen konnte wie die vorherige Novelle.

Was mich allerdings wirklich überrascht hat, war Celaena. Obwohl ich ihre Wut und ihr Misstrauen nach allem, was Arobynn ihr angetan hat, absolut nachvollziehen kann, zeigt sie hier eine Seite von sich, mit der ich nicht gerechnet hätte. Sie erkennt etwas in Yrene und entscheidet sich, ihr zu helfen, indem sie ihr grundlegende Verteidigungstechniken beibringt. Gerade weil Celaena normalerweise niemandem leicht vertraut oder uneigennützig hilft, fand ich diese Entwicklung sehr spannend. Gleichzeitig macht sie mich nur noch neugieriger auf ihre Vergangenheit. Bisher kennt man nur Bruchstücke ihrer Geschichte, aber ich habe das Gefühl, dass noch sehr viel mehr dahintersteckt und freue mich darauf, nach und nach mehr über sie zu erfahren.

Mit Yrene hingegen bin ich nicht ganz warm geworden. Sie hat ohne Frage ein gutes Herz und bewundernswerte Ziele. Ihr Wunsch, Heilerin zu werden und anderen zu helfen, ist wirklich schön. Trotzdem hatte ich oft das Gefühl, dass ihr der nötige Wille und die innere Stärke fehlen, um für sich selbst einzustehen. Vielleicht entwickelt sie sich in den späteren Büchern noch weiter, sofern man noch etwas von ihr sieht, aber in dieser Novelle konnte ich noch keine richtige Verbindung zu ihr aufbauen.

Insgesamt war The Assassin and the Healer eine ruhige, charakterorientierte Geschichte, die vor allem Celaena von einer neuen Seite zeigt. Für die Handlung der Reihe ist die Novelle definitiv interessant und macht neugierig auf das, was noch kommt, auch wenn sie mich emotional nicht ganz so mitreißen konnte wie andere Teile.

The Assassin and the Desert (4★)

"If you can learn to endure pain, you can survive anything. Some people learn to embrace it – to love it. Some endure it through drowning it in sorrow, or by making themselves forget. Others turn it into anger." – The Mute Master

Mit jeder Novelle wächst mir Celaena mehr ans Herz. Ihre Wut darüber, in die Wüste geschickt zu werden, war für mich absolut nachvollziehbar. Genauso ihre Ungeduld, endlich den Brief zu erhalten, mit dem sie sich zuhause beweisen kann. Doch gerade in dieser Geschichte merkt man, dass sich etwas in ihr verändert. Durch ihre Freundschaft mit Ansel lässt sie zum ersten Mal wirklich jemanden an sich heran. Sie beginnt, Vertrauen zu schenken – etwas, das für sie alles andere als selbstverständlich ist. Umso schmerzhafter war es, als sich genau dieses Vertrauen am Ende gegen sie richtet. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – hat Celaena in dieser Novelle endgültig einen Platz in meinem Herzen gefunden. Hinter ihrer harten Fassade steckt so viel mehr: Mitgefühl, Loyalität und ein gutes Herz, das sie selbst oft zu verstecken versucht.

Der Mute Master war für mich ebenfalls eine spannende Figur. Anfangs fiel es mir schwer, seine Methoden und Motive nachzuvollziehen, da er sehr streng und unerbittlich wirkt. Doch je mehr man über ihn erfährt, desto deutlicher wird, dass er Celaena etwas beibringen möchte, dass sie bei Arobynn nie gelernt hat: Disziplin, Demut und den Unterschied zwischen richtig und falsch. Ich musste oft daran denken, wie anders Celaena wohl geworden wäre, wenn sie bei ihm statt bei Arobynn aufgewachsen wäre. Sie wäre vermutlich trotzdem eine Assassin geworden, aber eine, die ihre Fähigkeiten aus den richtigen Gründen einsetzt.

Ansel mochte ich anfangs gerne. Sie wirkte offen, mutig und war eine schöne Abwechslung für Celaena. Gleichzeitig hatte ich die ganze Zeit ein leichtes ungutes Gefühl. Manche ihrer Handlungen wirkten nicht ganz ehrlich, weshalb ich der Freundschaft nie vollkommen vertraut habe. Als schließlich ans Licht kam, was sie getan hatte und was sie vorhatte, war ich zwar enttäuscht, aber gleichzeitig konnte ich ihre Verzweiflung verstehen. Sie hat aus Schmerz und Hoffnungslosigkeit gehandelt, was ihre Taten nicht entschuldigt, sie aber zumindest nachvollziehbarer macht. Gerade diese Grauzonen haben mir an ihrer Figur gut gefallen.

Ilias mochte ich ebenfalls sehr. Er ist freundlich, respektvoll und einer der wenigen Menschen, die Celaena ohne Hintergedanken begegnen. In einem anderen Leben könnte ich mir die beiden durchaus zusammen vorstellen. Gleichzeitig merkt man hier zum ersten Mal deutlich, dass Celaenas Herz eigentlich längst Sam gehört – auch wenn sie selbst das noch nicht wahrhaben möchte. Diese kleinen Momente zwischen den beiden haben mich deshalb besonders berührt.

Insgesamt hat mir diese Novelle bisher am besten gefallen. Sie bietet nicht nur spannende Kämpfe und eine interessante neue Umgebung, sondern zeigt vor allem eine andere Seite von Celaena. Man erlebt ihre Verletzlichkeit, ihre Fähigkeit zu vertrauen und ihren ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Für mich war das ein wichtiger Schritt in ihrer Charakterentwicklung und ich freue mich jetzt noch mehr darauf, ihre Reise weiterzuverfolgen.

The Assassin and the Underworld (4.5★)

"I love you. I have for years. And he hurt you and made me watch because he's always known how I felt, too. But if I asked you to pick, you'd choose Arobynn, and I. Can't. Take. It." – Sam Cortland

"You're a damned idiot. You're a moron and an ass and a damned idiot. Because I'd pick you." – Celaena Sardothien

Am liebsten wäre ich Celaena mehr als einmal an den Hals gesprungen. Sie ist einfach unglaublich naiv, wenn es um Arobynn geht. Endlich hätte sie die Chance gehabt, sich mit dem Gold des Mute Master ihre Freiheit zu erkaufen und seinen Fängen endgültig zu entkommen. Doch stattdessen lässt sie sich erneut von ihm manipulieren. Sie glaubt tatsächlich, dass er sich geändert hat, nimmt einen weiteren Auftrag an und hofft, dabei einen Sklavenhandel verhindern zu können. Natürlich verfolgt Arobynn seine ganz eigenen Pläne und benutzt sie nur, um die falschen Menschen auszuschalten. Es ist so frustrierend mitanzusehen, wie leicht er sie immer wieder um den Finger wickeln kann.

Trotzdem gab es in dieser Novelle endlich die Entwicklung, auf die ich die ganze Zeit gehofft habe: Celaena und Sam haben sich endlich eingestanden, was sie füreinander empfinden. Besonders die Szene, in der Celaena beinahe ertrinkt, hat gezeigt, wie viel sie einander bedeuten und wie sehr sie sich gegenseitig brauchen. Ihre Beziehung entwickelt sich endlich weiter und macht die Geschichte emotional noch stärker.

Und Arobynn? Wie kann man einen Menschen nur so sehr hassen? Er ist manipulativ, berechnend und grausam. Er lügt, bestraft andere nach Belieben und glaubt, sich alles erlauben zu können. Immer wieder fügt er Celaena Schmerzen zu – sowohl körperlich als auch psychisch – und nutzt ihre Loyalität schamlos aus. Dass sie ihm überhaupt noch Vertrauen schenken kann, ist für mich kaum nachvollziehbar. Ich hoffe wirklich, dass er im weiteren Verlauf der Geschichte endlich die Strafe bekommt, die er mehr als verdient hat.

Sam Cortland hingegen hat mein Herz wieder einmal erobert. Er ist der Mann der großen Worte, aber vor allem der großen Taten. Auch er leidet unter Arobynns Bestrafungen und muss sinnlose Aufträge übernehmen, wie Lysandra zu "beschützen" was ein weiterer Seitenhieb auf Celaena ist, nur um dessen Machtspielchen ausbaden zu dürfen. Trotzdem verliert er nie den Blick für das Wesentliche. Im Gegensatz zu Celaena erkennt er Arobynns Manipulationen sofort und durchschaut dessen Spiel, auch wenn ihm oft die Mittel fehlen, etwas dagegen zu unternehmen. Er würde alles tun, um Celaena zu beschützen und sie endlich von Arobynn zu befreien.

Gerade deshalb war es längst überfällig, dass Sam ihr endlich seine Gefühle gesteht und die beiden aufhören, sich selbst im Weg zu stehen. Zusammen sind sie ein unglaublich starkes Team und ergänzen sich perfekt. Ihre gemeinsamen Momente waren für mich definitiv das Highlight dieser Geschichte.

Insgesamt hat mir The Assassin and the Underworld wieder richtig gut gefallen. Die Novelle war spannend, emotional und hat die Charaktere – vor allem Sam und Celaena – noch einmal deutlich weiterentwickelt. Den halben Stern ziehe ich lediglich ab, weil Celaenas Naivität gegenüber Arobynn stellenweise wirklich schwer auszuhalten war. Trotzdem macht genau diese Frustration die Geschichte auch so mitreißend und lässt mich umso gespannter weiterlesen.

The Assassin and the Empire (5★)

"My name is Celaena Sardothien, and I will not be afraid." – Celaena Sardothien

Celaena ist einen gewissen Lebensstil gewohnt, den sie durch Arobynn führen konnte. Doch nachdem sie sich von ihm freigekauft hat, muss sie sich eingestehen, dass ihr nie bewusst war, wie viel Geld er all die Jahre in sie investiert hatte. Sie ist hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, Rifthold gemeinsam mit Sam zu verlassen und irgendwo ein neues Leben zu beginnen, und der bitteren Realität, dass ihnen dafür das nötige Geld fehlt. Also nehmen die beiden einen letzten Auftrag an – und schon in diesem Moment hatte ich ein ungutes Gefühl. Immer wieder wurde betont, wie gefährlich ihre Zielpersonen waren, und alles daran schrie förmlich nach einer Katastrophe.

Es hat mir das Herz gebrochen, dass Celaena Sam verloren hat. Sie hat ihn geliebt und ich habe ihr dieses Glück von ganzem Herzen gegönnt. Nach allem, was sie bereits durchmachen musste, hatte sie diesen Verlust nicht verdient. Doch noch schlimmer war für mich, dass Arobynn sie erneut hintergangen und letztendlich in die Sklaverei geschickt hat. Es ist schrecklich, was Celaena alles ertragen musste, aber so, wie ich sie inzwischen kennengelernt habe, bin ich mir sicher, dass sie nur noch stärker daraus hervorgehen wird. Und wenn der Tag kommt, an dem sie sich an Arobynn rächt, sitze ich garantiert in der ersten Reihe und feuere sie an.

Mit jeder Seite hasse ich Arobynn mehr. Er kann seine Machtspielchen einfach nicht lassen und sein Ego hat es wohl nicht verkraftet, dass Celaena sich für Sam entschieden hat – und nicht für ihn. Doch nichts davon rechtfertigt das, was er getan hat. Er trägt die Schuld an Sams Tod. Er ist der Grund, weshalb Celaena in Endovier als Sklavin leiden muss. Ich hoffe inständig, dass ihn die Gerechtigkeit irgendwann einholt und er für alles bezahlen muss.

Sam Cortland... the men you are! Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich geweint habe, als er gestorben ist. Er hat Celaena mit all ihren Ecken und Kanten geliebt. Er wollte ihr ein besseres Leben schenken, gemeinsam mit ihr in die Zukunft blicken und endlich frei sein. Stattdessen musste er sein Leben lassen, nur weil andere ihn verraten haben. Allein die Beschreibungen dessen, was ihm angetan wurde, haben mir gereicht. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, welche Qualen er tatsächlich durchstehen musste. Sam hatte ein so viel besseres Schicksal verdient und sein Tod wird mir noch lange im Herzen wehtun.

Und dann wäre da noch Rourke Farran – ein sadistischer Bastard, für den ich nicht einen Funken Mitleid übrig habe. Dass er mit Arobynn gemeinsame Sache macht, sagt bereits alles über ihn aus. Ich hoffe, dass auch ihn die Gerechtigkeit irgendwann einholt und er für seine Taten büßen muss.

Dieses Buch hat mich emotional vollkommen zerstört. Ich wusste zwar grob, worauf die Geschichte hinauslaufen würde, aber das hat den Schmerz kein bisschen gemildert. Sarah J. Maas hat es geschafft, mich hoffen zu lassen, nur um mir diese Hoffnung auf die grausamste Weise wieder zu nehmen.


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