Throne of Glass by Sarah J. Maas

29.09.2026

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"Courage of the heart is very rare. Let it guide you." – Elena Galathynius Havilliard

Throne of Glass hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Geschichte verbindet spannende Wettkämpfe, politische Intrigen, Geheimnisse und einen Hauch von Magie zu einem Auftakt, der Lust auf mehr macht. Obwohl mich nicht jede Entwicklung vollkommen überzeugen konnte, habe ich das Buch sehr gerne gelesen und freue mich darauf zu sehen, wohin Sarah J. Maas die Geschichte noch führen wird.

"I'm saying that…that I'm going to leave in four years, and I don't know how this could possibly end well for either of us. I'm saying I don't want to think about the options. I'm saying that in four years, I'm going to be free, and I've never been free in my entire life. And I want to know what that feels like." – Celaena Sardothien

Celaena hat in Endovier die Hölle durchlebt. Trotz all der Schmerzen, der Demütigungen und der Hoffnungslosigkeit hat sie sich nicht brechen lassen. Natürlich ist sie nicht mehr dieselbe junge Frau wie zuvor, und genau das macht ihre Entwicklung so interessant. Sie trägt ihre Vergangenheit jeden Tag mit sich herum und kämpft nicht nur um ihre Freiheit, sondern auch darum, sich selbst nicht vollkommen zu verlieren. Ich habe mit ihr gelitten, mitgefiebert und mich auch oft genug über ihre Entscheidungen geärgert. Manchmal zieht sie die falschen Schlüsse oder handelt impulsiv, doch gerade das macht sie für mich authentisch. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern ein Mensch mit Stärken und Schwächen. Besonders gefallen hat mir, dass hinter ihrer selbstbewussten und teilweise arroganten Fassade eine junge Frau steckt, die sich jeden Tag aufs Neue beweisen muss. Gleichzeitig versucht sie alles, um die Menschen zu beschützen, die ihr wichtig geworden sind, auch wenn sie dafür eigene Wünsche zurückstellen muss. Ich konnte ihren Frust gut nachvollziehen, als sie gezwungen wurde, eine Rolle zu spielen und ihre wahre Identität zu verbergen. Niemand möchte dauerhaft jemand anderes sein. Umso schöner war es zu sehen, dass sich ihre Geduld letztendlich auszahlt und sie mit der Unterstützung ihrer Freunde einen Weg findet, als Siegerin hervorzugehen – auch wenn ich noch längst nicht alle Zusammenhänge und Geheimnisse verstanden habe.

"It's smart, that's what it is. And you're going to keep a low profile throughout this entire competition. You're not going to excel, and you're not going to trounce those thieves and soldiers and unknown assassins. You're going to stay solidly in the middle, where no one will look your way, because you're not a threat, because they'll think that you'll be eliminated sooner or later, and they should focus their attention on getting rid of bigger, stronger, faster Champions like Cain. But you're going to outlast them. And when they wake up on the morning of the final duel and find that you are their opponent, and that you have beaten them, the look on their faces will make all of the insults and lack of attention worthwhile." – Chaol Westfall

Chaol war für mich anfangs unglaublich schwer einzuschätzen. Zu Beginn konnte ich mit ihm nicht warm werden. Er wirkte distanziert, streng und ließ kaum Gefühle zu. Doch mit jedem Kapitel änderte sich meine Meinung ein kleines Stück mehr. Nach und nach merkt man, wie sehr Celaena einen Platz in seinem Herzen einnimmt. Zunächst als Freundin, doch zwischen den Zeilen lassen sich immer wieder Momente erkennen, in denen man sich vorstellen könnte, dass daraus mehr entstehen könnte. Besonders im großen Finale hat Chaol für mich viele Pluspunkte gesammelt. Er gibt Celaena nicht auf, kämpft an ihrer Seite und erinnert sie daran, die Hoffnung nicht zu verlieren, weil er an sie glaubt. Dass er schließlich Cain tötet, obwohl er zuvor noch nie einem Menschen das Leben genommen hat, war einer der emotionalsten Momente für mich. Man spürt deutlich, wie sehr ihn diese Entscheidung belastet, und in diesem Augenblick hätte ich ihn am liebsten einfach nur in den Arm genommen.

"I'm not married, because I can't stomach the idea of marrying a woman inferior to me in mind and spirit. It would mean the death of my soul." – Dorian Havilliard

Dorian Havilliard gehört für mich zu den Figuren, bei denen ich bis heute nicht genau weiß, was ich von ihnen halten soll. Einerseits ist er arrogant, charmant und ein typischer Herzensbrecher, der seinen Ruf bei den Frauen mehr genießt, als er vielleicht zugeben möchte. Andererseits habe ich das Gefühl, dass hinter dieser Fassade deutlich mehr steckt. Ich bin überzeugt, dass Dorian unter anderen Umständen ein völlig anderer Mensch geworden wäre. Mit einem anderen Vater hätte er vermutlich schon längst den Mut gefunden, für das Richtige einzustehen. Tief in seinem Inneren weiß er, was richtig und falsch ist, doch ihm fehlt noch die Stärke, sich offen gegen seinen Vater zu stellen. Auch bei seinen Gefühlen für Celaena bin ich noch unsicher. Sind sie echt oder fasziniert ihn vielmehr das Abenteuer, das Geheimnisvolle und die Rebellion, die sie verkörpert? Ich hoffe auf Ersteres, gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass genau diese Gefühle in Zukunft noch für einige Probleme sorgen könnten.

"You'll be sweating when I skin you alive and squish your eyeballs beneath my feet." – Celaena Sardothien

Der König von Adarlan und Duke Perrington verkörpern für mich die dunkle Seite der Macht. Beide wollen immer mehr und scheinen niemals zufrieden zu sein. Ihnen ist vollkommen egal, wie viele Menschen auf ihrem Weg leiden oder sterben müssen, solange sie ihre Ziele erreichen. Hinter ihren Machenschaften steckt offensichtlich noch deutlich mehr, als bisher enthüllt wurde. Besonders die geheimnisvollen Ringe, die beide tragen, haben bei mir viele Fragen aufgeworfen. Ich bin mir sicher, dass diese noch eine wesentlich größere Rolle spielen werden.

"I hate woman like that. They're so desperate for the attention of men that they'd willingly betray and harm members of their own sex. And we claim men cannot think with their brains! At least men are direct about it." – Celaena Sardothien

Cain und Kaltain Rompier konnte ich von Anfang an nicht leiden. Beide sind keine sympathischen Charaktere und machen einem das Leben nicht leicht. Trotzdem hatten sie es in meinen Augen nicht verdient, lediglich als Schachfiguren benutzt zu werden. Cain bezahlt mit seinem Leben, während ich befürchte, dass Kaltain ein noch viel schlimmeres Schicksal bevorsteht. Ich habe das Gefühl, dass der König und Duke Perrington mit ihr noch lange nicht fertig sind.

"If I may, I'd like to offer this to you instead. Let it be with an Eyllwe weapon that you take them down. Let wood from the forests of Eyllwe defeat steel from Adarlan. Let the King's Champion be someone who understands how the innocents suffer." – Nehemia Ytger

Bei Nehemia wusste ich bis zum Schluss nicht, ob ich ihr wirklich vertrauen konnte. Anfangs habe ich mich unglaublich für Celaena gefreut, endlich eine Freundin gefunden zu haben. Gleichzeitig hatte ich ständig die Angst im Hinterkopf, dass Nehemia sie genauso verraten könnte wie Ansel zuvor. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto deutlicher wurde, dass hinter Nehemia weit mehr steckt, als sie preisgibt. Gerade deshalb freue ich mich darauf, in den nächsten Bänden noch mehr über sie zu erfahren.

"Your face is much more pretty when you smile. Girlish, even. Far better that that frown you always have." – Philippa Spindlehead

Nox war mir dagegen vom ersten Moment an sympathisch. Zwischen ihm und Celaena entstand während des Wettkampfs eine Freundschaft, die sich angenehm natürlich entwickelt hat. Sie trainieren gemeinsam, helfen sich gegenseitig und halten einander den Rücken frei, obwohl sie eigentlich Konkurrenten sind. Ich hatte die ganze Zeit damit gerechnet, dass Celaena ihm irgendwann ihre wahre Identität verraten würde.

"We all bear scars, Dorian. Mine just happen to be more visible than most." – Celaena Sardothien

Und dann wäre da natürlich noch Fleetfoot. Tiere machen für mich jede Geschichte automatisch ein Stück besser. Sie schenken Trost, verstehen ihre Menschen oft besser als jeder andere und sind einfach treue Begleiter. Fleetfoot ist für Celaena genau diese kleine Lichtquelle, die sie nach allem, was sie erlebt hat, dringend braucht. Gleichzeitig habe ich jedes Mal Angst, sobald ein tierischer Begleiter in einer Geschichte auftaucht, weil ich immer befürchte, dass ihm etwas passieren könnte. Sarah J. Maas... bitte wage es nicht.

"I am Celaena Sardothien, Adarlan's Assassin. If these men knew who I was, they'd stop laughing. I am Celaena Sardothien. I am going to win. I will not be afraid." – Celaena Sardothien

Throne of Glass ist für mich ein starker Reihenauftakt mit einer faszinierenden Protagonistin, viel Potenzial und jeder Menge ungelöster Geheimnisse. Nicht jede Figur konnte mich vollständig überzeugen und manche Entwicklungen hätten für meinen Geschmack noch etwas mehr Tiefe vertragen, weshalb es am Ende "nur" vier Sterne geworden sind. Trotzdem hat mich die Geschichte neugierig gemacht, viele Fragen offengelassen und dafür gesorgt, dass ich unbedingt weiterlesen möchte. Ich bin gespannt, welche Geheimnisse Celaena, Dorian, Chaol und die Welt von Erilea noch bereithalten.



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